Retargeting

Retargeting oder Remarketing ist eigentlich die Ansprache von potentiellen Kunden, die schon einen Erstkontakt mit dem Unternehmen hatten. Die Möglichkeiten der digitalen Welt in Sachen Webanalyse, Besucher-Tracking und vor allem Suchmaschinenwerbung haben Retargeting zu einem wichtigen Element des Onlinemarketings werden lassen.

Warum kriege ich immer diese Werbung?

Woher weiß “das Internet”, dass ich diese Schuhe gut finde? Ich hab nur einmal aus Versehen auf Treppenlift-Werbung geklickt und jetzt seh ich die Werbung überall. Solche Statements gibt es auf Social Media-Plattformen am laufenden Band. Retargeting ist die Antwort.


User, die ein Online-Angebot (Webseite, Landingpage, Social Media-Plattform,...) des Anbieters bereits besucht hatten – und damit ihr Interesse ausgedrückt haben – werden von dem Onlinemarketer des Anbieters in den Fokus genommen. Über Cookies und andere Tracking-Methoden wird der Besucher identifiziert und in der Folge über Suchmaschinenwerbung, Display- und Banner-Ads angesprochen.


Hintergrund ist die Interessensbekundung des Users und die damit verbundene gestiegene Chance auf einen Verkauf. Das Investment in Werbemaßnahmen rechnet sich schnell, wenn eine Rechnung wie diese aufgemacht wird:


Normalerweise gebe ich 1 Euro aus, um einen User auf mein Angebot zu bekommen (Akquisitionskosten) und 2 Prozent dieses Traffics nimmt das Angebot wahr (Conversionrate). Jede Konversion ist 100 Euro wert. Für 100 User gebe ich also 100 Euro aus und bekomme zwei Verkäufe, die 200 Euro einbringen.  


Bleiben 98 Besucher, die nicht konvertiert haben; aus welchem Grund auch immer. Nehmen wir an, bei einem erneuten Besuchs des Angebots steigt die Conversionrate auf 10 Prozent, dann erbringen die 98 Besucher 900 bis 1.000 Euro – für diesen Traffic gebe ich gerne viel Geld aus.