Webserver

Ein Webserver ist ein Server, der im Web über das HTT-Protokoll Dokumente ausliefert und darüber Dienste anbietet. Das Wort wird synonym sowohl für die eigentliche Hardware als auch für die Software verwandt. Korrekt ist nur die zweite Variante, denn abhängig von der Software kann die gleiche Hardware als Webserver verwendet werden, aber auch als Fileserver, FTP-Server oder für gänzlich andere Zwecke.

Wie funktioniert ein Webserver?

Ein Webserver “lauscht” auf Anfragen am Port 80 (dem HTTP zugeordnet). Der Browser eines Users startet eine Anfrage an die IP des Webservers, dann folgt der sogenannte HTTP-Handshake. Die beiden Softwares tauschen ein paar Informationen aus, dann liefert der Server die angefragten Daten – also üblicherweise HTML-Code, CSS-Dateien für die Darstellung sowie Medien-Dateien wie Bilder und Videos.

CMS und Webserver

Der Webserver und das Content Management System arbeiten eng zusammen. Teilweise übernehmen die Content Management Systeme auch Aufgaben, die klassischerweise dem Webserver zugeordnet waren, beispielsweise bei der Formung von “sprechenden” URLs.

Gängige Webserver-Software

Die vier Systeme mit der größten Verbreitung im Web sind laut der regelmäßig durchgeführten Studie von Netcraft:

Entwickler Februar 2017 Marktanteil
Microsoft IIS 773.552.454 43,16%
Apache 374.297.080 20,89%
nginx 348.025.788 19,42%
Google Web Server 18.438.788 1,03%

 

Der berechnete Marktanteil verändert sich deutlich, wenn nur aktive Seiten zulässt. Dann wird Apache seinem Slogan “The No. 1 HTTP Server on the Internet” gerecht.

Entwickler Februar 2017 Marktanteil
Apache 79.593.938 45,78%
nginx 34.088.228 19,60%
Microsoft IIS 16.031.854 9,22%
Google Web Server 11.656.739 6,07%